Reisen bildet…

Do.-Sa., 27.-29. Dez. 2018:

Für den ersten vollen Tag in Cartagena habe ich gleich die Free Walking Tour gebucht. Die startet gechillt um 10 Uhr und so kann ich noch schnell zur Touristeninfo. Ich will am nächsten Tag zum Vulkan “El Totumo” und ein Ticket für den Trip lösen. Das geht auch recht schnell. Ich rede mit dem Mitarbeiter in seiner Infoschachtel und schon schnellt ein Verkäufer wie aus dem nichts hervor. Der bietet das ganze für 60.000 Pesos an und reiht sich damit in die Preislage aller Anbieter ein. Gebongt.

Die Stadtführung ist wieder wirklich gut und lohnenswert. Unser Guide, Camillo, spricht recht gutes Englisch und so bekomme ich das meiste doch mit. Ausserdem kenne ich gleich alle Anlaufpunkte im Zentrum. Meine Reisebekanntschaft Ted ist auch mit von der Partie und es macht Spass, ihn zu kennen und einen Gesprächspartner zu haben. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte und ist heute gesellschaftlich die Verbindung von 3 Typen von Völkern; der indigenen Völker, der Spanier und der Sklaven aus Afrika!

Im Anschluss will Ted sich auch noch ein Ticket für den Vulkan sichern und wir gehen nochmals rüber zum Tourist-Office. Doch “mein” Verkäufer ist nirgends zu sehen. Der Mitarbeiter vom Tourist-Office schließt kurzer Hand den Stand und sucht ihn, ruft ihn an, fragt andere Leute…leider kein Erfolg. Wir entscheiden, Mittag essen zu gehen und später nochmals zu kommen. Dann klappt das ganze auch und wir sind gespannt, was da morgen auf uns wartet…

Heute (29.12.) ist Treffpunkt um 8:15 Uhr, um zum Vulkan zu fahren. Ich schmunzele über diese Zeitangabe…in Südamerika. Und wie meist, dauert es bis alle Gäste da sind. Und jetzt geht’s noch auf große “Lumpensammler-Tour”, um die restlchen Gäste abzuholen. So lernen wir wenigstens noch “Bocagrande” (auch Miami von Cartagena genannt) ein Stadtteil von Cartagena mit einigermaßen schönem Strand, kennen. Nach 1,5h sind wir dann an dem Vulkan. Und warum will ich eigentlich hier her? Der Vulkan hat in sich warmen Schlamm in welchem jeder “baden” kann :-)). Und das will ich austesten. Ted ließ sich von mir so anfixen, dass er mitgekommen ist. Und als wir dann oben stehen, bleibt uns das Gesicht stehen. Wir wissen nicht so recht, ob vor Belustigung oder Fassungslosigkeit. Das legt sich doch schnell und wir fnden es nur noch lustig. Ted meint: “…without you, I never had done this thing alone! This will last forever in my memories”. Ja, das wird es (s. Bilder). :-))

Ted reist heute weiter nach Quito (dort werden wir uns wieder sehen) und ich will nochmals in die Altstadt, um ein paar Bilder ohne den riesen Auftrieb an Menschen zu machen. Danach steht “Bocagrande” an. Ich mache einen halben Tag noch Beachday und schaue mir das Treiben dort mal aus nächster Nähe an. Ich lasse mich bis an den Strandabschnitt beim Intercontinental bringen. In der Hoffnung, dass es dort etwas ruhiger zugeht. Na ja, ruhiger…ist relativ. Ich finde jedoch, und das zugleich als Tipp, einen Schirm mit Liege in der 2. Reihe (eigentlich ja nicht mein DIng…ich meine die 2. Reihe). Und genau das stellt sich als der Vorteil heraus. Denn alle Strandverkäufer sind entweder kurzsichtig und sehen mich nicht, oder es ist was Anderes… Egal, ich habe meine Ruhe. Fast, bis auf die Massagedamen, die in mir noch en Opfer sehen. Ansonsten bringt mir Fredy, den ich gleich kennengelernt oder er eher mich, stets ein frische Getränk. Perfecto!

Mein letzter Tag in Cartagena geht fein zu Ende. Ich gehe wieder “Ceviche” essen und sitze dabei auf dem Balkon am Platz des “Torre del Reloj” und kann dem bunten Treiben gelöst zusehen.